Anne C. Merkert Verhaltenstherapie

Über die Therapie

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie begreift Krankheit als ganzheitliches Geschehen, in dem seelische, psychosoziale und körperliche Prozesse eng miteinander verwoben sind.

Das Verständnis ihrer Wechselwirkungen ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Psychosomatische Medizin und Psychotherapie unterscheidet sich von anderen Psychotherapie-Praxen durch eine zusätzliche, weit gefächerte und fundierte Kompetenz auf dem Gebiet der Inneren Medizin, aber auch der Psychiatrie und Neurologie. Die Behandlung selbst erfolgt mit psychotherapeutischen Mitteln. Sie konzentriert sich auf die seelischen Hintergründe von Störungen, erarbeitet ein Störungsverständnis im Gesamtzusammenhang der Persönlichkeit und sucht nach Lösungen und Wegen aus der Krankheit.

Ich bin sowohl Fachärztin als auch Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie. Ich habe also eine Doppelausbildung und kann so im diagnostischen Gespräch zunächst die Natur einer Störung erkennen. Wenn seelische Einflüsse oder seelisch-körperliche Wechselwirkungen eine Rolle bei der Entstehung der Beschwerden spielen, so kann ich die geeignete Behandlung vorschlagen. Wird eine Psychotherapie notwendig kann ich diese durchführen.

So bleibt alles in einer Hand. 

Früh genug begonnen führt eine Psychotherapie häufig zur vollständigen Heilung ohne weitere Zusatzmaßnahmen. Ich kann jederzeit während einer Psychotherapie erkennen, ob und wann medizinische Untersuchungen  oder andere Therapieformen, wie z.B. Medikamente oder ein Klinikaufenthalt, notwendig werden. Wenn psychosomatische Störungen früh genug erkannt und behandelt werden können damit Chronifizierungen vermieden werden.

Was ist Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie ist in erster Linie problem- und lösungsorientiert. Sie beschäftigt sich mit dem Verhalten der Menschen, also seinem Denken, seinen Handlungen und seinen Emotionen, sowie den Zusammenhängen zwischen diesen Anteilen des Verhaltens.

Sie deckt problematische Verhaltens- und Erlebensmuster auf und erarbeitet konkrete, praxistaugliche Lösungsstrategien, die sofort im Alltag ausprobiert werden können. Dies geschieht in einer vertrauensvollen und wertschätzenden therapeutischen Atmosphäre.

Wir decken gemeinsam im therapeutischen Prozess die Ursachen für Ihre Probleme auf und entwickeln daraus realistische Therapieziele, die mit Hilfe von geeigneten, wissenschaftlich erbrobten Methoden Schritt für Schritt erreicht werden:

Dieses sind vor allem die während der letzten 20 Jahre entwickelten Psychotherapiemethoden, die unter dem Namen „3. Welle der Verhaltenstherapie” zusammengefasst werden. Dazu gehören unter anderem die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), Acceptance und Committment Therapy (ACT), Schematherapie, Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP), Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT), und die Metakognitive Therapie (MCT).

Ich wende in meinen Therapien  auch Elemente aus der klinischen Hypnose, imaginative Verfahren, Achtsamkeitstraining und Entspannungsverfahren  an. Daneben setze ich gezielt Elemente aus dem therapeutischen Yoga ein.

 

 

 

Was erwartet mich in einer psychotherapeutischen Behandlung?

Im Erstgespräch können wir uns kennenlernen und uns ein erstes Bild von Ihrem Anliegen und Ihren Zielen machen.

In der Diagnosephase, die sich gewöhnlich über die fünf sogenannten probatorischen Sitzungen erstreckt, werden Informationen über Ihre aktuellen Lebensumstände und Ihre Lebens- und Lerngeschichte erhoben. Erste "Arbeitshypothesen" können erarbeitet und Therapieziele festgelegt werden.

In der Anwendungsphase werden geeignete Therapiemethoden ausgewählt und angewendet. In Übungssituationen werden Strategien herausgearbeitet, eingeübt, nachbesprochen und dann auch im Alltag erprobt.

In der Übungs- und Transferphase ist es Ziel, die erarbeiteten Denk- und Verhaltensstrategien dauerhaft in Ihrem Alltag zu etablieren.

 

Wie lange dauert eine Verhaltenstherapie?

Eine sogenannte Kurzzeittherapie dauert üblicherweise 24 Stunden, hierin sind die vier probatorischen Sitzungen nicht inbegriffen. Es ist jedoch auch möglich, dass Sie Ihr Ziel in kürzerer Zeit erreichen oder dass die Therapie, insbesondere bei komplexen und bereits chronifizierten Störungen, länger sein muss. Dann kann eine Verhaltenstherapie auch bis zu 80 Stunden dauern.

Woran merke ich, dass die Therapie wirkt?

Im Grunde beginnt die Verhaltenstherapie ab dem Moment zu wirken, in dem Sie sich entschlossen haben, Ihr Problem aktiv anzugehen und sich kompetente Hilfe bei einem Therapeuten zu suchen. Im Verlauf der Therapie stellt sich nach und nach ein immer besseres Verständnis für Ihre Beschwerden ein und es entwickeln sich schrittweise Selbstompetenz, Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten und Zuversicht angesichts Ihrer Zukunft und der anstehenden Lebensaufgaben.